Familie Keilwerth

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Ankunft zu Hause

Nach einem angenehmen Nachtflug lande ich frühmorgens kurz nach 6 Uhr in Zürich. Die Bilder zeigen die wunderschöne Morgenstimmung über dem Zürichsee. Nach einer Zugfahrt komme ich in Liestal an, wo mich Nicole abholt. Eine schön geschmückte Haustür empfängt mich – und auch meine Bürotüre wird, wie ich später feststelle, durch meine Kollegen schön dekoriert sein. Und schon bald kommen die Kinder von der Schule nach Hause, die mich fröhlich willkommen heissen. Ich bin wieder zu Hause.

Letzter Gottesdienst und Abschied

Heute Abend geht mein Flug zurück in die Schweiz. Das bedeutet, dass ich von allen lieben Freunden hier und von der Gemeinde Abschied nehmen muss. Eine schöne, intensive und lehrreiche Zeit liegt hinter mir. Sie ist sprichwörtlich wie im Flug vergangen.

Doch am Morgen hatte ich noch einmal Predigtdienst in beiden Gottesdiensten über die Textstelle Lukas 10,38-42: Es ist entscheidend, vor den Füssen Jesu Platz zu nehmen als Einzelne wie auch als ganze Gemeinde. Es ist eine Entscheidung, die wir treffen müssen. Ich wurde herzlich verabschiedet.

Nach dem Gottesdienst gab es im Hause Volker auf der Terrasse ein Abschieds-Braai. Um 15 Uhr ging es definitiv los. Jochen brachte mich zum Flughafen.

Besuch Pfarrkonvent

Bald schon geht meine Südafrika-Zeit zu Ende. Heute hatte ich die Möglichkeit, Jochen an den Pfarrkonvent in Pretoria zu begleiten. Der Missiologe, Patrick R. Keifert, hat den Tag mit der PfarrerInnen gestaltet. Es gab Referate und Gruppenarbeiten. Obwohl die meisten Anwesenden aus deutschem Hintergrund stammen, fand der Anlass auf Englisch statt. Das bin ich ja fast schon etwas gewohnt…Bei einem Mittagessen war die Möglichkeit für Austausch mit den verschiedenen Berufskollegen. Es war spannend, mit ihnen im Gespräch zu sein.

Zandspruit

Heute nimmt Pastor Richard uns, d.h. Ludi aus der West Rand-Gemeinde und mich, mit zu seiner Arbeit ins Township Zandspruit. Nach Austausch und gemeinsamem Gebet in seinem Studierzimmer machen wir uns auf. Wir besuchen u.a. (Vor-)Schulen um und im Squattercamp. Wir begegnen viel Armut, aber auch engagierten Lehrern und zahlreichen fröhlichen Kindern. Was könnte man da in Angriff nehmen? Wir schauen, hören und nehmen wahr.

 

 

Reverend Richard

Am Samstag und Sonntag besuche ich Reverend Richard zu Hause in Cosmo City und am Sonntag seinen Gottesdienst in der lutherischen Kirche in Saulsville/Pretoria. Am Samstagabend haben wir spannende (theologische) Diskussionen. Er ist eine interessante Person. Neben seiner Aufgabe als Gemeindepfarrer hat er bereits vier weitere Gemeinden (in seiner Garage) gegründet. Ausserdem hat er ein Herz für die Ärmsten und besucht sie und versieht seinen Dienst in verschiedenen Townships.

Am Sonntag heisst es früh aufstehen, denn die Fahrt zu seiner Gemeinde  im Westen von Pretoria dauert von seinem Haus aus rund 45 Minuten –  und der Gottesdienst beginnt bereits um 8 Uhr (und dauert drei Stunden…). Die Hymnen werden ohne musikalische Begleitung gesungen. Eindrücklich sind die kräftigen Stimmen der Gemeindeglieder, welche den Raum ausfüllen. Richard predigt anlässlich der Woche der Frau über Gewalt gegen Frauen (Tamar, 2. Samuel 13,1-21). Er macht das in Form einen Bibelstunde, in dem er die Gemeinde ins Gespräch miteinbezieht. Er predigt einen Mix aus Englisch und seiner afrikanischen Sprache. Ich bin eingeladen, ein Grusswort an die Gemeinde zu richten. Anschliessend sind wir bei einem Gemeindeglied zum Mittagessen eingeladen .

Soweto (2)

Heute hatte ich die Möglichkeit, mit Jochen und den Interns den Stadtteil Soweto zu besuchen. Soweto steht für Southwestern Township und hat eine bewegte Zeit hinter sich. Ganz besonders seit dem Schüler- und Studentenaufstand 1976 ist der Ort ein Symbol gegen den Apartheidsgedanken. Wir besuchten u.a. die katholische Kirche „Regina Mundi“, welche während der Apartheid das Zentrum der Oppositionsbewegung war und danach als Sitzungsort der Wahrheits- und Versöhnungskommission diente. Sie beinhaltet eine eindrückliche Ausstellung zur Vergangenheit Sowetos.

Weiter kamen wir bei der charismatischen Megachurch „Grace Bible Church“ vorbei und machten einen Mittagshalt in der Strasse, an der Mandelas Haus steht. Am Nachmittag ging es in den Stadtteil Hillbrow, ein Schmelztiegel vieler Nationen, der aufgrund seiner Kriminalität berüchtigt ist. Mitten in diesem Stadtteil steht die deutsch-lutherische Friedenskirche, die 1912 errichtet worden ist.

Drakensberge

Am Sonntag nach dem Gottesdienst hiess es für mich Abschied nehmen von der Familie. Sie wurde zudem im Gottesdienst herzlichst durch die Gemeinde unter Segensgebet verabschiedet.

Meine drei Damen flogen am Montagabend zurück in die Schweiz, wo sie am Dienstag nach einem 10 3/4-stündigen Flug gut in Zürich  (und später zu Hause) angekommen sind.

Ich habe die Möglichkeit, mit Jochen (Seniorpastor) und seinem Sohn Jona(tan), Isabeau (Kinderpastorin) und Kgomotso (Jugendpastor) zusammen mit den „Interns“ für drei Tage in die Drakensberge zu fahren. Die „Interns“ sind derzeit vier Jugendliche aus Deutschland/Schweden, welche ein Freiwilligenjahr in der Gemeinde absolvieren. Ihr Einsatz geht in diesen Tagen zu Ende. Als Abschluss ihres Wirkens geht es nun in die Berge. Nach einer rund vierstündigen Fahrt kommen wir im Camp (Basotho Cultural Village) an, wo wir übernachten. Am nächsten Tag geht es früh los auf unsere fünfstündige Wanderung zum höchsten Punkt Südafrikas (über 3000 Meter). Dabei überwinden wir zu Fuss eine Höhendifferenz von rund 1300 Metern (u.a. kraxelnd und über Leitern…). Eine atemberaubende Aussicht erwartet uns. Nach einem gemeinsamen Braai-Abend und einer erholsamen Nacht geht es zurück nach Johannesburg.

Reiseroute Kapstadt

Die Umgebung von Kapstadt

Mit einem Mietwagen haben wir die Möglichkeit, die Umgebung Kapstadts auf eigene Faust zu erkunden. Die Kap-Halbinsel ist traumhaft schön. Wir fahren der Küste entlang, machen Halt am Kap der Guten Hoffnung (Cape of Good Hope) und am Cape Point. Wir besuchen eine Pinguin-Bucht (Boulders Beach) und erleben einen einzigartigen Sonnenuntergang.

Südafrika – ein eindrücklich-schönes Land, das einen immer wieder staunen lässt.

Am Samstagabend geht es mit einem Abendflug zurück nach Johannesburg.

Metrokids Africa

Heute besuchen wir die Arbeit von Metrokids Africa (www.metrokidsafrica.co.za). Bereits im Vorfeld haben wir den Kontakt mit den Leitern, Janet und James, hergestellt, die uns herzlich in ihrem Büro empfangen. Vor Ort treffen wir auch auf die Schweizerin Priscilla, die hier zur Zeit in Praktikum absolviert. Janet und James stammen ursprünglich aus Grossbritannien. Durch Gottes Ruf beauftragt sind sie vor einigen Jahren mit ihrer ganzen Familie nach Kapstadt gezogen, was alles andere als einfach war, und haben vor Ort die Arbeit aufgebaut. Metrokids Africa ist ein Zweig der bekannten Arbeit, die Bill Wilson in New York ins Leben gerufen hat. Kinder in den Townships sind mit Armut, Hoffnungslosigkeit, Krankheit und Gewalt konfrontiert. Das Team geht zu den Kindern und versucht, ihnen auf ganzheitliche Weise eine bessere Zukunft zu eröffnen. Dabei führen sie u.a. Kinderstunden und Kinderwochen durch und besuchen ihre Familien in ihren Hütten.

Mit Janet, James und Priscilla fahren wir als Familie an diesem Nachmittag in ihrem Land Rover durch die Townships Gugulethu, Barcelona u.a. und besuchen einige Familien mit ihren Kindern. Dabei bekommen wie einige Schicksale zu hören und auch zu sehen. Janet und James ist ein wunderbares Paar, das den Menschen in diesen gefährlichen Orten begegnet, immer ein offenes Ohr hat und ihnen dient. Sie tun eine grossartige Arbeit!

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